Bärenmädchen / Bear girls
Verlag:
  • BUMMBUMM BOOKS
Sprache: Deutsch, Englisch
Beiträge von: Barbara Hofmann-Johnson, Ute Behrend
Übersetzung: Tom Ashforth
Illustrationen: Karla-Jean v. Wissel
Ausstattung: Hardcover, Fadenheftung, Blindprägung
Format: 22 x 29,7 cm; 128 Seiten
Druckerei: Livonia Print, Riga
Auflage: 549
printed in Latvia
ISBN: 978-3-948059-00-2

Bärenmädchen / Bear girls

Adoleszenz ist das Thema von Ute Behrends neuem Bildband. Sie erzählt von einem fiktiven „Indianerstamm“, der seine pubertierenden Mädchen separiert und sie in Bärenfelle kleidet, um sie vor verfrühter Sexualisierung zu schützen.

Dabei zieht sie Parallelen zu unserer Gesellschaft, in der Freiräume für heranwachsende Mädchen ständig kleiner werden.

Viele junge Frauen versuchen, sich den durch Gesellschaft und Medien geprägten Stereotypen sexualisierter Identifikation zu entziehen.

 

Entstanden ist ein Fotobuch voller poetischer Bildkompositionen. Die Bärenmädchen bewegen sich darin in einem archetypisch an der Natur orientierten Umfeld. Sie wirken sensibel, zeitlos und verloren. Auch Tiere hat Ute Behrend fotografiert. Wie in Fabeln oder Märchen scheinen sie Stellvertreter für menschliche Eigenschaften zu sein. Oft weit weg und nur ganz klein im Bild. Sie wollen nicht gesehen und nicht angefasst werden. Ganz wie die Bärenmädchen in diesem Buch.

Viele der Mädchenportraits sehen aus, als wäre Behrend ihnen zufällig begegnet. Oft wurden Orte und Darstellerinnen aber sorgfältig recherchiert und inszeniert. Behrend liebt es, das Allgemeingültige im Flüchtigen festzuhalten. Und darin besteht die Kunst, dass es so aussieht, als wäre es leicht hingeworfen, auch wenn es harte Arbeit ist.

Im Interview am Ende des Buches bezieht sich Ute Behrend auf die Psychologin Barbara Kerr, die in „Smart Girls, Gifted Women“ die Gemeinsamkeiten von Mädchen untersucht, aus denen später starke Frauen geworden sind. Kerr stellte fest, dass alle Mädchen in der Vergangenheit Zeit für sich selbst gehabt hatten sowie die Fähigkeit, sich in eine Idee zu verlieben. Auch besaßen alle eine „schützende Hülle“. Keines der Mädchen war in seinem Umfeld besonders beliebt und die meisten blieben in ihrer Altersgruppe relativ isoliert – nicht, weil sie es wollten, sondern weil sie abgelehnt wurden. Interessanterweise schuf genau diese Ablehnung einen Freiraum, in dem sie ihre Einzigartigkeit entfalten konnten.

Artikelnummer: B-001
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